» Stadtrat Erfurt » Wirtschaft und Beteiligung » Stadtrat vom 17.10.2018 #1371 i1461: Wirtschaftsplan 2019 der KoWo - Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt

i1461: Wirtschaftsplan 2019 der KoWo - Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt



Abgelehnt (1. Platz)

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Drucksache 0724/18

eingereicht von: Oberbürgermeister

Beschlussvorschlag

Der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2019 der KoWo - Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt, Stand 16.07.2018, gemäß Anlage 1 wird festgestellt

Auswirkungen auf den Haushalt

Nachhaltigkeitscontrolling: Nein

Demografisches Controlling: Nein

Finanzielle Auswirkungen: Ja

Nutzen/Einsparung: Nein

Deckung im Haushalt: Ja

2018 2019 2020 2021
Verwaltungshaushalt Einnahmen 500.000 EUR 500.000 EUR 500.000 EUR 500.000 EUR

Anlagenverzeichnis

nur für Mitglieder des Stadtrates und sachkundige Bürger des Ausschusses WuB

Sachverhalt

Gem. § 17 Abs. 1 Satz 1 Gesellschaftsvertrag ist der Wirtschaftsplan des nächsten Jahres der Gesellschafterversammlung möglichst bis zum 30.09. des laufenden Jahres, in jedem Fall aber so rechtzeitig vorzulegen, dass die Gesellschafterversammlung vor Beginn des neuen Geschäftsjahres den Wirtschaftsplan feststellen kann.

Mit Datum 16.07.2018 legte die Geschäftsführung der KoWo-Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Erfurt (KoWo mbH) den Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2019 sowie die mittelfristige Planung bis 2023 vor.
Die KoWo mbH ist ein effizient aufgestelltes und auch aus Sicht der Hausbanken ein aktuell gesundes Unternehmen. Für den Planungszeitraum 2019 bis 2023 werden positive Jahresergebnisse ausgewiesen. Allerdings steht die Gesellschaft mit den notwendigen Instandsetzungen der Objekte vor einer enormen Hausforderung. Ein bedeutender Schwerpunkt des vorgelegten Wirtschaftsplanes ist demzufolge die Planung der Instandhaltungsmaßnahmen, die auf einer aktuellen detaillierten technischen Bestandsanalyse basiert. Der Instandsetzungsaufwand im mittelfristigen Planungszeitraum 2019 bis 2023 beträgt 92,4 Mio. EUR. Insbesondere sollen in den kommenden Jahren notwendige Instandsetzungen an haustechnischen Anlagen wie Lüftungsanlagen und Anlagen zur Wärme- und Warmwasserversorgung sowie Instandsetzungen an Fenstern und Fassaden durchgeführt werden. Rund 19,5 Mio. EUR sollen in die laufende Instandhaltung fließen. Weitere wesentliche Schwerpunkte der Planung sind das Neubauprojekt in der Talliner Straße sowie der Aufbau einer Servicegesellschaft.

Die Gesellschaft prognostiziert für 2019 einen Jahresüberschuss von 1.158,2 TEUR. Für 2019 ist ein Anstieg der Umsatzerlöse um 1.481,1 TEUR auf 62.305,9 TEUR geplant. Der Anstieg um 358,6 TEUR der darunter ausgewiesenen Mieterlöse beruht im Wesentlichen auf der weiterhin positiven Vermietungssituation sowie der kontinuierlichen Anpassung der Bestandsmieten an die ortsüblichen Mieten durch regelmäßige Mieterhöhungen. Der Anstieg der Erlöse aus abgerechneten Betriebskosten um 1.032,2 TEUR resultiert hauptsächlich aus periodisch anfallenden Wartungskosten. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 12,5 Mio. EUR auf 1.339,2 TEUR ist im Wesentlichen auf den Abschluss des Altbaukonzeptes Phase II zurückzuführen, so dass nur geringe Buchgewinne aus Anlagenverkäufen geplant sind. Beim Materialaufwand resultiert die Abweichung zum Wirtschaftsplan 2018 insbesondere aus der in 2018 vorgenommenen Rückstellungszuführung von 17,5 Mio. EUR, die Kosten für brandschutztechnische Maßnahmen aufgrund behördlicher Anordnungen umfasst. Der Materialaufwand liegt mit 42.054,9 TEUR um 10,049,4 TEUR unter dem Planansatz 2018.

Für das Jahr 2019 sind Investitionen von 1.740 TEUR geplant.
Entsprechend der Zielvorgabe der Gesellschafterin Landeshauptstadt Erfurt ist eine Ausschüttung von 500 TEUR geplant. Für Tilgungsleistungen sind insgesamt 11.787,2 TEUR vorgesehen, davon 6.717,7 TEUR für Sondertilgungen. Insgesamt weist die KoWo mbH für 2019 einen Finanzierungsbedarf von 35.948,9 TEUR aus, davon 21.690,3 TEUR für Instandhaltungen und Instandsetzungen, aus dem sich ein Eigenmittelbedarf von 18.924,7 TEUR ergibt. Darlehensaufnahmen sind für 2019 nicht geplant.

Lt. der vorliegenden mittelfristigen Planung wird die derzeitig verfügbare Liquidität bis 2022 für die Durchführung der notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen weitgehend aufgebraucht sein. Die Finanzierung der anschließenden Investitionen sowie die Sicherung der Mindestliquidität erfolgt aufgrund der nicht kostendeckenden Miete zu einem wesentlichen Teil in Form von Fremdkapital.

Die Anzahl der Beschäftigten soll mit 129 unverändert bleiben.

Der Aufsichtsrat befasste sich am 10.09.2018 intensiv mit dem vorliegenden Wirtschaftsplan 2019, Stand 16.07.2018, und fasste den entsprechenden Empfehlungsbeschluss an die Gesellschafterversammlung zur Feststellung.

Voraussetzung für die Beschlussfassung des Oberbürgermeisters in der Gesellschafterversammlung der KoWo mbH ist das Votum des Stadtrates. Die erforderliche Beschlussfassung wird hiermit eingeholt.

Keine Verbesserungsvorschläge