» Stadtrat Erfurt » Stadtentwicklung und Umwelt » Stadtrat vom 07.03.2018 #1273 i1362: Stadtrundgang und BuGa barrierefrei

i1362: Stadtrundgang und BuGa barrierefrei



Abgelehnt (1. Platz)

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0Nein0%Nein

Drucksache 0012/18

eingereicht von: Einreicher

Beschlussvorschlag

1. Der Oberbürgermeister wird beauftragt, einen kompakten barrierefreien Innenstadtplan für Erfurt zu erstellen, der an Standorten wie dem Erfurter Hauptbahnhof oder der Erfurter Tourist-Information leicht zugänglich zu machen ist und dort angeboten werden soll.

a) Dazu sind in gemeinsamer Absprache mit der Erfurter Bahnhofsmission, der Deutschen Bahn, der Erfurter Tourismus GmbH, geeigneten Partnern aus Wirtschaft und freien Trägern, die sich für Belange behinderter Menschen in Erfurt besonders engagiert haben, dem City-Management und den zuständigen städtischen Behörden bestehende Konzepte zusammenzutragen, Kooperationsmöglichkeiten zu prüfen und mögliche barrierefreie und behindertengerechte Routen zusammenzustellen.
b) Dargestellt werden sollen medizinische Versorgungsangebote für Notfälle, Toiletten, städtische Einrichtungen, gastronomische Möglichkeiten, Einkaufsmöglichkeiten, Museen sowie Straßen und Wege, die barrierefrei als touristische Route durch Menschen mit Behinderung nutzbar und erschließbar sind.
c) Es ist außerdem zu ermitteln, an welchen Standpunkten Ausleih- und Reparaturmöglichkeiten für Rollstühle, Gehhilfen und Rollatoren geschaffen werden können.

2. Analog zu Beschlusspunkt 1 soll geprüft werden, wie entsprechende barrierefreie und
behindertengerechte Pläne, Routen und Anlaufstellen im Rahmen der BuGa 2021 dargestellt
und angeboten werden können.


Sachverhalt

Mit der neuen und besseren ICE-Anbindung Erfurts sind mehr Gäste und Touristen zu erwarten – auch Menschen mit Behinderungen. Mit der Bahnhofsmission wurde bereits eine Möglichkeit geschaffen, Menschen mit Behinderungen bei der Ankunft in Erfurt Unterstützung zu bieten. Darüber hinaus gibt es zwar Ansätze seitens der Stadt mit umfangreichen Broschüren auf Barrierefreiheit in Erfurt hinzuweisen, jedoch noch keine konzeptionelle Erschließung beispielsweise in Form eines Stadtplans im Abreißformat aus dem auf einen Blick ersichtlich wird, wie bestimmte Routen in der Innenstadt bequem barrierefrei begangen bzw. befahren werden können. Ein solcher Plan könnte beispielsweise als Abreißblock am Hauptbahnhof oder an der Tourist-Information aushängen bzw. ausgegeben werden. Gleichzeitig soll ersichtlich werden, an welchen Punkten entlang dieser Routen u.a. behindertengerechte Anlaufstellen zum Speisen, zum Rasten oder zu kulturellen Zwecken zu finden sind. Auszuweisen wären zudem Straßen und Wege, die durchgängig barrierefrei nutzbar sind, denn dies ist in Erfurts historischer Altstadt keineswegs selbstverständlich. Ein kompakter Plan kann daher eine große Hilfe sein, insbesondere wenn auf behindertengerechte öffentliche Toiletten oder Restaurants hingewiesen wird. Gute Erfahrungen mit einem solchen übersichtlichen Stadtplan wurden bereits in der Hansestadt Wismar gemacht. Hilfsmittelerbringer, wie u.a. die Jüttner Orthopädie KG als in ganz Thüringen aufgestelltes Unternehmen, u.a. mit Firmensitz in Erfurt, können bei der Erstellung eines solchen Plans beitragen. Knowhow, Technik und Gehilfen könnten entsprechend des Beschlusspunktes 1c bereitgestellt werden.

Mit Blick auf die Bundesgartenschau 2021 wird die Frage nach Barrierefreiheit ebenfalls gestellt werden. Insofern besteht hier genauso die Notwendigkeit für Menschen mit Behinderungen entsprechende Möglichkeiten analog zur Innenstadt zu schaffen. Die Landesgartenschau 2017 in Apolda ist hier bespielgebend. Auf die Erfahrungen der Landesgartenschau in Apolda sollte zurückgegriffen werden.

Bezüglich der medizinischen Versorgung kämen beispielsweise die Notfallpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen und die Notaufnahmen der beiden Erfurter Krankenhäuser in Frage und sollte in das Konzept aufgenommen werden.

Keine Verbesserungsvorschläge