» Stadtrat Erfurt » Stadtentwicklung und Umwelt » Stadtrat vom 18.10.2017 #1138 i1218: Beitritt der Stadt Erfurt zum Netzwerk Biostädte

i1218: Beitritt der Stadt Erfurt zum Netzwerk Biostädte



2 Ja, Erststimme

Angenommen

2Ja100%Ja
0Enthaltung0%Enthaltung
0Nein0%Nein

Drucksache 2066/17

eingereicht von: Fraktion SPD, Fraktion DIE LINKE., Fraktion BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Beschlussvorschlag

1. Die Stadt Erfurt tritt dem Netzwerk Bio-Städte bei.

2. Das „Steuerungsgremium Fairtrade Town Erfurt“ wird erweitert zum Steuerungsgremium „Fairtrade Town und Biostadt Erfurt“. In das Steuerungsgremium sendet jede Stadtratsfraktion eine/-n Vertreter/-in.

3. Die Federführung obliegt der Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement im Rahmen der Agenda 21 und Agenda 2030 Koordination.

4. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, die anfallenden Verwaltungskosten darzustellen.


Sachverhalt

Mit Beschluss der DS 1116/16 wurde die Stadtverwaltung beauftragt zu prüfen, unter welchen Bedingungen der Beitritt der Stadt Erfurt zum Netzwerk Deutscher Biostädte möglich ist. Im Ergebnis der Gespräche der Verwaltung mit knapp einem Dutzend Erfurter Akteuren konnte eine äußerst positive Resonanz und hohe Bereitschaft zur Teilnahme berichtet werden. Auch seitens des Landes würde eine solche Aktivität sehr begrüßt und eine Mitwirkung bei einzelnen Aktivitäten und Aktionen angeboten.
Vor dem Hintergrund immer wieder aufkommender Lebensmittelskandale in der industriellen Landwirtschaft kommt ökologisch erzeugten Produkten eine zunehmende wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung zu.
Der ökologische Landbau leistet einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften: Böden werden schonender bearbeitet, Abwasser wird weniger belastet, die Artenvielfalt gefördert und dem Klimaschutz stärker Rechnung getragen. Bio gilt somit längst als weicher Standortfaktor. Politik und öffentliche Verwaltung können hier auf verschiedenen Ebenen Verantwortung übernehmen. Insbesondere als verlässlicher und großer Nachfrager können sie eine Verstärkung der Marktaktivitäten bewirken und somit einen Anreiz für heimische Erzeuger schaffen, den Sprung in die Umstellung zu wagen. Damit würde dem Wunsch der Verbraucher nach Umweltschutz und Transparenz bei Erzeugung und Verarbeitung sowie nach nachvollziehbaren Handelsketten und kurzen Transportwegen entsprochen.

Direkte Kosten kommen auf die Stadtverwaltung nicht zu. Durch die Aktivitäten der Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement im Rahmen der Agenda 21-Koordination sind Verwaltungsaufwendungen zu erwarten.

Keine Verbesserungsvorschläge