» Stadtrat Erfurt » Bau und Verkehr » Stadtrat vom 18.10.2017 #1126 i1206: Konzept zur Erweiterung des Serviceangebotes an Erdbestattungsgräbern auf den Friedhöfen der Stadt Erfurt

i1206: Konzept zur Erweiterung des Serviceangebotes an Erdbestattungsgräbern auf den Friedhöfen der Stadt Erfurt



4 Ja, Erststimme

Angenommen

4Ja100%Ja
0Enthaltung0%Enthaltung
0Nein0%Nein

Drucksache 1049/17

eingereicht von: Oberbürgermeister

Beschlussvorschlag

01
Das Konzept zur Erweiterung des Serviceangebotes an Erdbestattungsgräbern auf den Friedhöfen der Landeshauptstadt Erfurt( Anlage 1) wird bestätigt.


Anlage


Sachverhalt

Mit der Drucksache Nr. 1785/16 Anpassung der Friedhofssatzung der Landeshauptstadt Erfurt für Rasengräber hat der Stadtrat am 01.02.2017 beschlossen, dass durch die Verwaltung ein Konzept für die Erweiterung der Angebote an Erdbestattungen erarbeitet wird.
Es wurde der Wunsch geäußert, ein pflegearmes Erdbestattungsgrab auf den Friedhöfen der Landeshauptstadt Erfurt anzubieten.

Für Urnengrabstätten besteht bereits ein vielfältiges Grabangebot. Der Angehörige kann zwischen dem Urnenwahl- und Reihengrab, dem Partnergrab mit Pflegeleistungen durch die Treuhandstelle, dem anonymen Urnengemeinschaftsgrab und dem Urnengemeinschaftsgrab mit Namensnennung wählen. Diese Vielfalt deckt die Nachfrage der Angehörigen bezüglich Urnenbeisetzungen ausreichend ab.
Mit der Drucksache1785/16 bzw. dem dazugehörigen Änderungsantrag 0177/17 sollte ein ähnliches Angebot für Erdgrabstätten eingerichtet werden. Dabei soll die Grabfläche möglichst einfach, in Form von Rasen gestaltet und die Grabanlage mit einem kleinen Grabstein gekennzeichnet werden. Hierbei sollen möglichst mehrere Bestattungen eine Gesamtfläche bilden. Die Grabpflege soll so einfach wie möglich über den Zeitraum der Ruhezeit durch die Friedhofsverwaltung abgesichert werden.

Um ein derartiges Angebot zu entwickeln, sind die Besonderheiten einer Erdbestattung, auch in Bezug auf Urnengemeinschaftsflächen, zu betrachten. So können Erdbestattungen nicht enger zusammengelegt werden, um die zu pflegende Grabfläche zu reduzieren. Für Erdbestattungen sind die Gruftgrößen entsprechend der Särge vorbestimmt und es ist zwingend, eine Stützwand (gewachsener Boden) zwischen den Grüften stehen zu lassen. Eine Platzersparnis ist somit nicht gegeben. Die Herrichtung und Pflege von Erdbestattungsgräbern ist gegenüber von Urnengrabstätten wesentlich aufwendiger. Die Herrichtung, sprich Beseitigung des Grabhügels und gärtnerische Anlage kann erst frühestens nach einem 1/2 Jahr erfolgen. Grund hierfür sind erste Setzungserscheinungen in diesem Zeitraum. Diese Setzungen gibt es in den nachfolgenden Jahren immer wieder, was eine Überarbeitung der Grabfläche nach sich zieht. Gerade bei einer Gestaltung mit Rasen wird es dadurch immer wieder zu Zeiträumen kommen, an denen durch notwendige Erdarbeiten (auffüllen und ansähen) eine niveauvolle Grabfläche nicht erreicht wird.

Auf Grund der bekannten Probleme galt es, eine Möglichkeit zu finden, die die Wünsche der Angehörigen nach einer Erdbestattung in einer Rasenfläche (Rasengrab) und einer über 20 Jahre abgesicherte ansprechenden Grabpflege zu finden.

Das vorliegende Konzept verknüpft die Forderung nach einem gepflegten Erdreihengrab und die zu berücksichtigenden Rahmenbedingungen für den Hauptfriedhof und der Ortsteilfriedhöfe.

Keine Verbesserungsvorschläge